Banner

Beschäftigtendatenschutz in der öffentlichen Verwaltung NRW (EU-DSGVO)


Zielgruppe:

Führungskräfte, Datenschutzbeauftragte sowie Mitarbeiter / innen in Personalbereichen, Personalvertretungen in Kommunal- und Landesverwaltungen


Beschreibung:

Der Schutz von Mitarbeiterdaten sollte nicht nur in der öffentlichen Verwaltung eine gesetzlich geregelte Selbstverständlichkeit sein.

Doch auch die vergleichsweise hohe Regelungsdichte für die Mitarbeiter/innen öffentlicher Verwaltungen durch beamten- und arbeitsrechtliche Vorschriften, das Datenschutzgesetz NRW, die Beihilfenverordnung NRW usw. hilft nur bedingt Datenschutzverstöße zu vermeiden. Sowohl Beamte wie auch Tarifbeschäftigte sind immer wieder Leidtragende oftmals durchaus gut gemeinter „Verstöße“. Fehler werden immer wieder gemacht und Datenschutzbeauftragte können nicht jede Rechtsverletzung verhindern.

Ziel des Seminars ist es, die Rechtslage darzustellen, aufzuarbeiten und anhand von Praxisbeispielen Lösungswege aufzuzeigen bei:

  1. der Bearbeitung von Bewerbungsvorgängen, Beihilfeanträgen usw.,
  2. Krankheits- und Urlaubsabwesenheit oder ähnlichen Fällen sowie
  3. der Umsetzung, Versetzung, Abordnung oder z. B. Personalmaßnahmen für Jobcenter-Mitarbeiter/innen.

Aber auch in der Kernverwaltung warten Fallstricke bei der Führung von Fehlzeitenlisten durch Führungskräfte, Preisgabe von Personaldaten für Zertifizierungsverfahren, bei Beurteilungen oder im Falle strafrechtlicher Ermittlungen gegen Beschäftigte. Zuwiderhandlungen bleiben oft unentdeckt, werden ggf. aber von den Personalvertretungen erkannt oder von den Medien in der Öffentlichkeit ausgebreitet. Beschäftigte in Personalbereichen können bei Rechtsverstößen selbst zur Verantwortung gezogen zu werden.

Achtung: Teilnehmer / innen können uns vorab per Post oder E-Mail unter der Adresse Heidi.Pauls@ifV.de Fragen, Sachverhalte usw. zusenden, auf die sie in der Veranstaltung eine Antwort wünschen.

Inhalt: 

Anhand von tatsächlichen Vorgängen aus verschiedenen Verwaltungen führt der Referent exemplarisch in und durch das Feld des Datenschutzes, zeigt die wichtigsten Regeln auf und verdeutlicht zugleich die Rechte der Betroffenen. Dabei wird auf die Gesetzeslage des Landesbeamtengesetzes, Datenschutzgesetzes NRW und auf die Regelungen für die tariflich Beschäftigten eingegangen.

Der verantwortungsbewusste Umgang mit Mitarbeitern/innen und ihren Daten stellt ein wesentliches Qualitätsmerkmal jeder Behörde dar und jeder Verstoß beeinflusst die interne Vertrauenskultur. Kenntnisse sind in der Praxis zwingend erforderlich:

  • zum Begriff „Personal(akten)daten“,
  • zur Zulässigkeit der Übermittlung von Personal(akten)daten (verwaltungsintern und extern),
  • zur Pflicht zur Verschwiegenheit und zur Vertraulichkeit der Daten sowie
  • zu den Rechten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Personalvertretung und der/des Datenschutzbeauftragten.

Teilnehmer/innen des Seminars lernen Unterschiede, Überschneidungen und Übereinstimmungen des Datenschutzrechts und des Rechts auf Informationsauskünfte kennen, um mit personenbezogenen Daten in der Praxis sorgsam umgehen zu können.

Die Themen sind beispielhaft zu verstehen und können durch aktuelle Probleme der Verwaltungspraxis ergänzt werden.

Die Inhalte werden fortlaufend bis zum Seminartermin aktualisiert.

Benötigte Arbeitsmittel: BeamtStG, LBG NRW, DSG NRW



Ort: ifV im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Munscheidstr. 14

Referenten: Eric Janzen, Datenschutzbeauftragter Jobcenter und Kreisstadt; verschiedene Leitungsfunktionen in Leistungsbereichen und Geschäftsführung

Entgelt: 160 €

Uhrzeit: 09:00 - 16:00



© Copyright 2004-2018 - ifv Gelsenkirchen - Webdesign: EDV Service Beinert