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Führung in der Verwaltungspraxis I - Effizienzsteigerung u. Arbeitsfreude sind keine Gegensätze


Zielgruppe:


Führungskräfte, Nachwuchsführungskräfte und Multiplikatoren, die durch ihr Beispiel gute Führung vermitteln wollen.


Beschreibung:

Die Wahrnehmung von Führungsaufgaben in der öffentlichen Verwaltung wird immer anspruchsvoller! Der öffentliche Dienst braucht bei den Herausforderungen der heutigen Zeit eine Vielzahl qualifizierter Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die diesem Anspruch gerecht werden können!

Dafür gibt es u. a. folgende Gründe:

  • Führungskräfte erleben zunehmenden Arbeitsdruck bei weniger Ressourcen und höheren Erwartungen von Politik, Bürgerinnen und Bürgern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ein Weg dem zu begegnen, erfordert es, Nachwuchskräfte zu motivieren und sie für die anspruchsvolle Tätigkeit zu qualifizieren.
  • Die demographische Entwicklung in der öffentlichen Verwaltung zwingt verantwortliche Behördenleiter/innen in den nächsten Jahren, freiwerde Leitungsfunktionen entsprechend zu besetzen. Dafür müssen ausreichend und gut geschulte Nachwuchsführungskräfte zur Verfügung stehen.

Von gekonnter Führung auf allen Leitungsebenen hängt schließlich der Erfolg der Verwaltung ab.

Ziel von Führungskräften muss es sein, die Arbeitsfreude und Motivation der Beschäftigten zu steigern, ohne die Belastungsgrenze zu überschreiten. Führungskenntnisse sind dafür zwingend notwendig. Grund genug für Verantwortliche, in Führung zu investieren und Grund genug für Nachwuchskräfte, sich für entsprechende Funktionen zu qualifizieren. Gesicherte Erkenntnisse und neuere Ergebnisse der Forschung sind dabei von Bedeutung.

Neuroleadership ist ein solcher Ansatz der Personalführung, der Erkenntnisse der Hirnforschung für die Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nutzbar macht. Kenntnisse darüber vermittelt Führungskräften eine neue Sicht- und Denkweise, um ihr eigenes Verhalten und das Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser zu verstehen und in der jeweiligen Situation angemessen einzubringen.

Weiterhin gehört zum Selbstverständnis einer guten Führungskraft, dass sie Prozesse entsprechend rhetorisch erfolgreich kommuniziert. Deshalb beinhaltet die Führungskräfteschulung einen Tag für die Kommunikation, um in schwierigen Situationen sicher auftreten zu können.

Ziel: Modul I - Teilnehmerrinnen und Teilnehmer

  • handeln auf der Basis theoretischer Modelle in ihrer Führungssituation angemessen und souverän,
  • bewältigen Arbeitsdruck sowie Konflikte und
  • reflektieren ihr Verhalten und verbessern ihren Führungsstil.

Ziel: Modul II - Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • erkennen Belastungen in der Führungsrolle,
  • wenden Instrumente der Entlastung gezielt an,
  • steuern die Arbeit gezielt und
  • überprüfen Ergebnisse auf Entlastung.

Ziel: Modul III - Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • entwickeln Strategien und Techniken zur Situationsanalyse,
  • setzen Ziele,
  • erarbeiten Kennzahlen und
  • kontrollieren den Grad der Zielerreichung

Ziel: Modul IV - Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • erkennen die praktische Bedeutung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für die Personalführung,
  • reflektieren selbstkritisch ihr Führungsverhalten unter diesen Erkenntnissen und
  • verstehen besser das Verhalten von Mitarbeiter/innen und berücksichtigen gewonnene Erkenntnisse im Führungsprozess.

Ziel: Modul V - Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • skizzieren Erfolgskriterien der Kommunikation,
  • setzen Kriterien im Ansatz in realgetreuen Situationen um und
  • setzen allgemeine Instrumente der Rhetorik in realgetreuen Redesituationen ein.


Inhalt: 

Modul I

  • Die Führungsrolle in der öffentlichen Verwaltung
  • Sind klassische Führungsstile heute noch zeitgemäß?
  • Führen ja, aber wohin?
  • Informieren, motivieren, delegieren und kontrollieren, aber wie?
  • Der Umgang mit Konflikten
  • Was ist zu beachten, damit Mitarbeiter/innen motiviert arbeiten?
  • Der schlimmste Fehler von Führungskräften
  • Möglichkeiten der Selbstüberprüfung

Modul II

  • Zusammenhang zwischen Führung und Belastung
  • Organisationen, Führung und widerstreitende Bedürfnisse
  • Kernaufgaben von Führung
  • Grundbedürfnisse von Menschen
  • Wie erfüllt man Führungsaufgaben und Grundbedürfnisse?
  • Instrumente für mehr Entlastung statt Belastung
  • Arbeit / Prozesse steuern!
  • Was will ich tun?
  • Möglichkeiten der Selbstüberprüfung

Modul III

  • Die Rolle der Strategie
  • Techniken zur Situationsanalyse
  • Welche Ziele kommen in Betracht?
  • Kennzahlen
  • Prioritätensetzung
  • Vorgehensweisen
  • Zielerreichung kontrollieren

Modul IV

  • Strukturen und Prozesse des menschlichen Gehirns
  • Kernaussagen der Neurowissenschaft und ihre Bedeutung für die Personalführung
  • Neuroleadership, das SCARF-Modell im Besonderen
  • Ein Neuroleadership-Konzept für den öffentlichen Dienst
  • Die Rolle von Gefühlen bei der Personalführung

Modul V

  • Kommunikationsfehler: Murphy’s Law der Kommunikation, oder: „Was so alles schiefgehen kann…“
  • Kriterien für zielorientierte Kommunikation und Gesprächsführung
  • Die vier Seiten einer Nachricht im Führungsalltag anwenden
  • Wer fragt, der führt!
  • Die Kunst des Zuhörens
  • Gespräche vor- und nachbereiten, gerade schwierige
  • Stellungnahme und Feedback
  • Kritik zeitnah und wertschätzend äußern
  • Sprache zielgruppenadäquate einsetzen: Wie redet man mit Führungskräften, Kommunalpolitikern, Mitarbeitern/-innen, Bürgerinnen und Bürgern?
  • Ein Ziel von vielen: offene Kommunikation im Team


Ort: ifV im Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Referenten: Harald Kaufung

Uhrzeit: 09:00 - 16:00 Uhr



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